My Rides goose

ABC Hobby Goose

Der Baubericht zum Goose kann hier gelesen werden.
In den My Rides-Artikeln werde ich die Erfahrungen, Setups und Umbauten an den Chassis festhalten.

28.9.10 und davor

Die schöne originale Karosserie (Toyota Sports 800) habe ich noch nicht in Betrieb, weil ich dem Chassis erstmal die Neigung zu Highsidern austreiben wollte. Bisher bin ich eine klassische Celica (im Baubericht zu sehen) und eine M-Factory GT1 gefahren.

Bevor ich zu meinem Setup komme, will ich noch die veränderten Teile erwähnen.

ABC Goose
Die originalen Dämpfer konnten nicht stufenlos verstellt werden. Es kamen Distanzringe zum Einsatz, die auf den Dämpferkörper geklipst werden. Da waren mir die Abstufungen zu groß. Die Vorderachse reagiert in der Bodenfreiheit recht extrem auf kleine Änderungen im Dämpfersetup. Es wurden deswegen Tamiya TRF-Dämpfer für das M-Chassi verbaut. Die sind ein ganzes Stück kleiner als die originalen. Hinten habe ich unten die langen Aufnahmen für die Kugelköpfen montiert. Vorne reichten auch die kurzen. Details zum Setup am Ende des Artikels.

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Als weitere Tuningteile wurden dem Goose Stabilisatoren spendiert. Bei vielen M-Chassis bringen diese aber nicht viel. Ich habe sie als Placeboeffekt beibehalten. Da leider keine Stopper dabei sind, habe ich welche von Yokomo verwendet, um das seitliche Verschieben zu verhindern. Die Stopper sind dringend notwendig. Ohne diese verschiebt sich der Stabi nur beim Einfedern und hebt nicht die andere Seite an. Vorne ist der härteste (weiß) verbaut, hinten der mittlere gelbe.

Im Originalzustand hat der Goose keinen Schaumstofframmer. Ich habe zwei Karosseriehalter abgeschnitten und sie auf den Kunststofframmer gesteckt. Zufälligerweise hatte ich einen Polyurethanrammer rumliegen, dessen Lochabstand genau passte; ich meine er ist für den Avid von Robitronic. Oben dann noch zwei Clips rein und fertig is der Frontschutz.

Der Motor wurden gegen einen 2845 mit 3600kV ausgetauscht. Die Übersetzung auf 1:6,405 (Stirnrad 84T, Ritzel 27T) eingestellt. Ein sehr angenehmes und flottes Tempo.

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Da der Motor sehr leicht ist, kommt das Heck sehr schnell hoch, wenn die Vorderräder zu viel Griff haben. Ich habe deswegen 15 Gramm Blei unter den hintersten Querlenkerhalter gepackt. Außerdem noch jeweils 5 Gramm vor den vorderen hintere Querlenkerhalter.
Aus dem gleichen Grund (Gewicht nach hinten) ist auch der Akkuhalter in der hintersten Position montiert. Da ich mit Lipos unterwegs bin, ist auch hier nicht viel Gewicht vorhanden.

Als Reifen kommen hinten aktuell Spice 28 und vorne RP 40 zum Einsatz. Bezüglich anderer Reifenhersteller habe ich auf meiner Strecke nicht viel Unterschied feststellen können. Wichtig ist nur, daß ich vorne wesentlich härter fahr als hinten. Einlagen sind jeweils medium/dünn von Cross.
Vorne habe ich die Spur auf jeder Seite um 1,5mm verbreitet. Hinten je um 0,5mm.

Setup:

  • Ausfederwegbegenzung vo/hi: 0/4,5mm
  • Bodenfreiheit vo/hi: 4,5/3,5mm
  • Feder vo/hi: 26mm lang Tamiya blau/20mm lang Xpress gelb (=Tamiya weiß)
  • Dämpferöl: Yokomo 400
  • Sturz vo/hi: 1°/0°
Alle anderen Einstellungen sind wie in der Anleitung als Standardsetup empfohlen.

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28.10.10
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Um den exponierten Motor etwas zu schonen, habe ich mir das optionale "Under Guard"-Set zugelegt. Es ist aus Polykarbonat und enthält zwei als Diffusoren getarnte Schalen, die den Motor nach unten abschirmen, und zwei Kappen für den Akkuschacht. Außerdem Schrauben und doppelseitiges Klebeband. Die Kappen, die links und rechts unter die Akkuplatten geklebt werden sollen, erfüllen keinen Nutzen für mich.
Der Motorschützer ist in zwei Variationen enthalten: rund und eckig. Auf dem Bild ist der runde montiert. Zwei Schrauben halten das Lexanteil an der Chassisplatte. Das Gewicht, das ich unter den hinteren Querlenkerhalter geklebt hatte, ist nun etwas weiter nach hinten auf dem Motorguard befestigt. Highsider kommen mit dem oben genannten Setup zwar kaum noch vor, aber wenn man sich dann doch mal überschlägt, ist es ein sinnvoller Schutz. Außerdem sieht es besser aus.

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Neu hinzugekommen sind auch die 2x 10g-Gewichte für die Vorderachse. Durch die recht harten Federn und Dämpfung vorne und das geringe Gewicht auf der Vorderachse kann man bei unebener Strecke vorne den Kontakt zur Fahrbahn verlieren. Ich habe das Chassis mit Gewichten noch nicht gefahren. Sollten wieder Highsider auftreten (was ich nicht erwarte), fliegen sie wieder raus.
Das Set enthält eine lange Schraube; damit kann man die Gewichte übereinander montieren. In der Chassisplatte sind eine vordere und hintere Bohrung, um die Balance zu verändern. Ich habe die lange gegen zwei kurze Schrauben getauscht und die Gewichte hintereinander montiert um den Schwerpunkt niedrig zu halten.

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13.11.10
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Mittlerweile ist auch der originale Deckel fertig geworden. Die Anbauteile wurden nicht angebracht, weil die Karosserie für Scalerennen eingesetzt wird. Die Nummern und Karos sind nicht als Aufkleber enthalten, sondern wurden von mir gefertigt.

Die Gewichte, die ich vorher erwähnte, erfüllen ihren Zweck. Die Neigung zu Highsidern hat sich nicht erhöht und die Blance hat sich merklich verbessert. Der Goose ist schnell und schön unterwegs.

Da die Temperaturen jetzt etwas kühler sind kommen vorne RP 36 zum Einsatz (vorher RP 40). Hinten immer noch Spice 28.