Nihonbashi
Das erste mal, beim Betreten von Nihonbashi ist man fasziniert von der Größe der Anlage. Wenn man dann den Belag inspiziert kommen einem leichte Zweifel, wie man jemals Griff aufbauen soll. Streicht man mit dem Finger über den Belag, bleibt ein öliger Film auf der Haut zurück. Das erste mal, als ich die Strecke betrat, hat es mich fast hingelegt, weil es so glitschig ist. Außerdem war auch noch ein leichter Feuchtigkeitsfilm auf der Strecke. Das naßkalte Novemberwetter hatte seine Spuren in der unbeheizten Halle hinterlassen.
Bei genauerem Hinsehen erkennt man, daß der gesamte Asphalt mit einer Mischung aus Reifenabrieb und Öl bedeckt bzw. getränkt ist. Sämtliche Zwischenräume der Asphaltkörner sind mit dieser Pampe -einer Hinterlassenschaft der Verbrennerautos- ausgefüllt. Die Fahrbahndecke ist dadurch super "smooth".
Hört sich schrecklich an und wäre es wahrscheinlich auch, wenn man mit den üblichen Sorex Reifen fahren wollte. Ich habe es mal probiert und es ist eher wie mit einem Drift Car. Aber da gibt es die wunderbaren Reifen von Shimizu. Die haben unglaubliche Griff auf dieser Strecke bei gleichzeitigem geringen Verschleiß. Ein echter Wundergummi.
Man sollte halt nur nicht helle Klamotten tragen, wenn man dort fährt. Der schmierige Film ist nämlich überall. Also Blaumann einpacken!
Fahrerlager und Laden sind im ersten Stock der Fabrikhalle. Das Fahrerlager fällt großzügig aus und ist beheizt. Jeder Tisch ist mit Steckdosen versehen. Gleich nebendran ist der Laden, der sehr gut sortiert ist.
Die maximale Streckenlänge ist 250m. Die lange Gerade misst 40m. Das Layout der Strecke wird regelmäßig gewechselt. Die Curbs sind betoniert. Teilweise erfolgt auch eine Abgrenzung mit Tellerscheiben und Stahlbändern. Die Schräge der Curbs fällt recht unterschiedlich aus. Manche kann man mitnehmen, von anderen bleibt man besser fern.
Das Layout war, als ich dort war sehr technisch und anspruchsvoll. Hat aber großen Spaß gemacht. Außerdem quietschen die Reifen recht vernehmlich wenn man eng in die Kurven fährt. Ist zwar nicht wichtig, macht aber Spaß.
Video gibt es hier (Quicktime, 4MB).
plan Das Layout ist extrem variabel ausgelegt.
übersicht Blick von der Treppe, die zum Laden und Fahrerlager führt, auf die Strecke. Rechts ist ein kleiner Teil des Fahrerstandes zu sehen.
links Der linke Streckenteil. Nach der langen Geraden kommt eine recht schwierige und technische S-Kurvenkombination. Das Anbremsen der Kurve ist hier nicht leicht...
mitte Nach dieser Kombination kommt eine kurze Gerade,...
mitte2 die zu zwei Haarnadelkurven führt. Diese sind recht eng und man muß recht langsam sein.
rechts Nach der zweiten Haarnadel kann man stark beschleunigen und bis in die rechte hintere Ecke der Halle heizen. Dort kommt eine schöne, langgezogene Kurve, die in zwei recht enge Kurven mündet. Dann Vollgas auf der Geraden.
laden außen Laden und Fahrerlager "schweben" über der Strecke.
curb Die Curbs der Strecke. Nicht alle sind mit einem Metallband versehen. Dies ist ein recht flaches Exemplar. Andere Stellen sind steiler und man sollte vermeiden darüber zu fahren.
fahrerlager Das Fahrerlager ist geräumig.
fahrerstand Der Fahrerstand.
laden Der Laden ist bestens sortiert.
schleim Das sind nicht mit Haftmittel eingestrichene Reifen, sondern der ölige Film, den die Reifen von der Strecke aufnehmen. Zum Glück spritzt davon nichts ins Auto.
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