Review - ARD CER

Eigentlich ist er noch nicht in Orange erhältlich. Es handelt sich um ein Vorverkaufsmodell. Deswegen waren auch noch nicht alle Teile in Orange. Dämpfer und Suspension Blocks sind noch in rotem Alu.
Das Chassis ist vor allem als Drifter konzipiert. Allerdings steht dem Einsatz als Renntourenwagen nichts im Wege. ARD hat ja in Bezug auf Racing schon mit dem Baracuda und Stinger gezeigt, daß sie es draufhaben.
ARD läßt komplett in Japan fertigen. Das merkt man an der Qualität von Material und Verarbeitung. Beides ist erste Sahne.
Konstruktion
Ziel war es, den Schwerpunkt aller Komponenten so symmetrisch um die Längsachse zu legen, wie möglich. Der Motor muß daher in die Mitte. Daraus folgt eine recht hoch gelegene Welle für das Hauptzahnrad. Für den Schwerpunkt in Richtung Hochachse nicht unbegingt optimal. Der Motor befindet sich in der vorderen Hälfte des Chassis.Der Servo liegt dahinter auf der rechten Seite. Gegenüber von ESC und Empfänger.
Ganz hinten kommen dann die Akkus als Saddlepacks zu liegen.
Vorne kommt eine -für Drifter sehr sinnvolle- Starrachse in den Bulkhead. Die zentrale Antriebswelle hat einen Freilauf nach vone. Hinten wird ein sehr fein laufendes Kugeldiff der konventionellen Bauart verwendet. Im Zubehörprogramm von ARD findet sich natürlich auch ein Diff für vorne.
Die Einstellmöglichkeiten beschränken sich auf das Notwendige und meiner Meinung nach sinnvolle: Vorspur, Sturz, Ausfederweg und Bodenfreiheit.
Fahrtest
Ausgestattet mit Hartgummireifen, Brushless Motor und Lipo ging es auf die Strecke. Das Chassis ist ja eigentlich für Saddle Packs ausgelegt; da ich aber keine NiMHs mehr verwende, mußte der Lipo quer rein. Er paßt gerade so unter dem Riemen durch. Der Schwerpunkt wandert durch die Verwendung des Lipos etwas nach vorne. Die enorme Gewichtsersparnis macht sich durch sehr agiles Handling vor allem bei Lastwechseln bemerkbar. Die Beschleunigung ist auch spürbar besser.Das Auto ist sehr steif, so daß sich Veränderungen im Dämpfungssetup deutlich bemerkbar machen. Es sollte jedem Drifter möglich sein, sein bevorzugtes Fahrverhalten einstellen zu können.
Die Drifträder abmontiert, Diff vorne eingebaut und die guten alten Sorex 36 aufgezogen und das Auto läßt sich genauso schnell um den Rennkurs bewegen wie mein Yokomo MR4TC.
Empfehlung
Da ich mir ungern schlechte Autos kaufe oder geben lasse, ist das Urteil klar: Edelste Verarbeitung und Material rechtfertigen den etwas höheren Preis. Als Edeldrifter und unkomplizierter Touenwagen eine Empfehlung von mir.
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