Review - Yokomo Challenger 1.9
Yokomo Challenger 1.9
Yokomo Challenger 1.9
Yokomos Crawler mit 1.9" Rädern ist endlich in den Läden. Reisst man die Verpackung auf, erwartet einen ein nahezu fertig aufgebautes Chassis. Die Karosserie ist auch schon lackiert.
Als erstes fällt auf, daß die Aluseitenteile des Chassis, die beim Prototypen zu sehen waren, Plastik gewichen sind. Metallteile sind überhaupt recht spärlich gesäht. Der Kunststoff ist jedoch recht flexible und so dürften Beschädigungen -auch wegen des geringen Gewichts- eher selten vorkommen. Die Reifen sind aus sehr weichem Gummi. Einlagen sind nicht verbaut.
Das Chassis ist für Doppellenkung vorbereitet. Servos in Standardgröße passen.

Die 380er Motoren sitzen recht weit oben. Die oberen Links laufen unter den Motoren durch und sind fasst auf der gleichen Ebene mit den unteren Links. Dies hat zur Folge, daß das sehr weit oben liegende Getriebegehäuse den Dämpfer berührt, wenn sich die Achse verschränkt. Der Dämpfer knickt dann recht unschön am Übergang Stange-Gehäuse ab.

Die Motoren stecken zu Verstärkung des Drehmoments im Stahlhülsen. Recht viel Kraft bringen die dennoch nicht auf. Oft muß man Hindernisse mit Schwung nehmen. Kleine Brushless Außenläufer sind eine Überlegung wert. Das Chassis bietet auch genug Platz für zwei Regler.

Die Achsen bestehen aus einer oberen und unteren Hälfte. Die Stahlwelle ist kugelgelagert. Sie endet abgeflacht in einem Kunststoffzahnrad. Wie langlebig diese Verbindung ist, wird sich zeigen. Die leichten Originalräder sollte nicht zu viel Kraft auf den Kuststoff ausüben. Bei Montage von 2.2 Alurädern kann das schon wieder anders aussehen.
Das Plastikgetriebe ist wie folgt untersetzt: Ritzel 13 -> 60,15 -> 36,15 -> 40. Die Gesamtuntersetzung ist 29,5/1.
Die Unterseite der Achsen sind recht zerklüftet. Mit den kleinen 1.9 Rädern hakt man leicht mal in Unebenheiten ein.

Einen 2/3 Akkupack eingebaut, geht es auf den Testparcours. Die kleinen Originalräder kommen recht schnell an ihr Limit. Allzu grob sollte das Gelände nicht sein. Die Montage von Berg 2.2 Beadlocks mit Moabs machen den kleinen Yokomo dann schon wesentlich interessanter. Man solle jedoch nicht ähnlich viel Gewicht wie bei einem 2.2-Crawler auf das Chassis packen. Der Kunststoff macht das einfach nicht mit.

Crawler machen immer irgendwie Spaß. Man muß nur das richtige Gelände für das Auto finden. Yokomos Crawler ist recht preiswert und mit ein paar Tuningteilen, die sicherlich bald erhältlich sind, kann man ihn noch etwas schicker und leistungsfähiger bzw. stabiler machen.
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