Rallye ist eine sehr schöne Klasse, die sowohl den Racern als auch den Driftern Spaß machen kann. Außerdem ist es eine kostengünstige Klasse. Highend Motoren sind nicht nötig. Man kann auf vielen verschieden beschaffenen Untergründen fahren. Strecken sind auch schnell improvisiert.Mit dem DF-03Ra bringt Tamiya ein reinrassiges Rallyechassis auf den Markt. Zuvor wurden von den Rallyefans meist günstige Tourenwagenchassis auf Rallye getrimmt. Das DF-03 Chassis hat seine Wurzeln bei den 4WD Offroad-Buggys. Für gute Performance ist also gesorgt.
Die detaillierte Karosserie mit Lightbuckets und Anbauteilen ist auch ein großer Pluspunkt. Wer ältere Rallyeautos vorzieht, wird bei Chevron fündig.
Aufbau
Begonnen wird mit dem hinteren Diff. Der Aufbau ist konventionell. Die Feder auf der gegenüberliegenden Seite des Drucklagers. Auf das Verkleben der Diffscheiben mit der Plastikfassung kann man verzichten.
Das Diff kommt zuerst in das große Bulkheadgehäuse. Es folgen drei weitere Achsen mit Zahnrädern.
Es sind zwei Spur Gears im Baukasten enthalten. Eines mit 75 Zähnen und eines mit 78 Zähnen. Es liegen auch zwei Stahlritzel mit 29 und 32 Zähnen bei. Die Befestigungsplatte für den Motor ist aus Alu. Wenigstens etwas Kühlfläche für den von Plastikteilen eng umschlossenen Motor.
Die hinteren Querlenker sind in zwei Variationen im Baukasten. In der verkürzenden Bauart können auch Karosserien mit einem Radstand von 251mm gefahren werden.
In die Hubs muß ein 2,5mm Loch gebohrt werden, um die Madenschraube zur Sicherung der äußeren Querlenkerachse einschrauben zu können. Nicht unbedingt die schönste Lösung.
Die Verbindung vom Differential zu den Rädern wird mit Knochen hergestellt.
Das vordere Diff ist im Aufbau ähnlich dem hinteren. Das sehr kleine Kugellager, das das kleine Kegelrad nach vorne abstützt wir wohl häufiger zu inspizieren sein.
Die Lenkung dreht sich um Sinterlager. Bei Einsatz eines ausreichend kräftigen Servos reichen diese. Kugellager sind natürlich eine Überlegung wert.
Der vordere Bulkhead wird mit dem hinteren durch eine Alustange verbunden. Zum Glück hat Tamiya auf die berüchtigte Drahtstange verzichtet.
Die Dämpfer sind Tamiyastandard. Vorne wird der Einfederweg durch Plastikhülsen um ein paar Millimeter verringert.
Nach Anbringen von Rädern, Rammern und Akkuklappe ist das Chassis fertig.
Die Reifen sind recht hart. Einlagen hat Tamiya nicht vorgesehen. Für präziseres Fahrverhalten ist es sinnvoll wenigstens weiche Schaumstoffeinlagen zu verwenden.
Einstellmöglichkeiten
Die Dämpfer lassen sich vorne oben in drei verschiedene Positionen einhängen. Unten sind sie fix. Die hinteren Dämpfer lassen sich am Querlenker an zwei verschiedenen Löchern befestigen.Ackerman ist an den Lenkhebeln zweifach variierbar.
Die oberen Querlenker lassen sich vorne in vier verschiedene Positionen am Bulkhead schrauben. Hinten stehen zwei Positionen am Bulkhead und drei am Radträger zur Verfügung.
Der Radstand läßt sich mit beiliegenden Querlenkern auf 251mm verkürzen.
Die Karosseriehalter vorne lassen sich entweder am Bulkhead oder am Rammer befestigen.
Tuning
Als erste Massnahme wären Kardans und Links-Recht-Gewindestangen in den oberen Querlenkern sinnvoll. Hinten sollten die Knochen reichen.Als weitere Optionen eventuell Kugellager für die Lenkung, Slipper und Freilauf vorne. Letztere zwei hängen natürlich stark vom Fahrstil und Einsatzgebiet ab.













