Cross Fire Force 2008
Cross Fire Force
Wenn ich in letzter Zeit mit einem DD-Chassis (Direct Drive) unterwegs war, dann eigentlich nur bei den Speedrennen des World Dromes. Da aber auch auf meinen Stammstrecken mehr und mehr F1 Chassis zu finden sind, habe ich beschlossen mir mal wieder ein solches zuzulegen.
Tamiya ist nett, aber langweilig. Da mein Herz für die kleinen Firmen schlägt, ist die Wahl auf den Cross Fire Force gefallen. Ich habe die Eigner der Firma schon des öfteren um den Kurs heizen sehen und das Chassis machte dort einen sehr guten Eindruck.
Das Chassis kommt fertig montiert. Man muß die Reifen noch verkleben und natürlich Elektronik und Motor einbauen. Eine Karosserie ist nicht enthalten. Cross bietet eine Menge -auch klassischer- Karosserien an. Die Produkte andere Hersteller passen natürlich auch.

Cross Fire Force
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Cross Fire Force

Die Ausstattung

Das Chassis und Oberdeck ist aus 2,6 mm dicker Glasfaser. Das T-Bar aus 1,6mm Glasfaser. Die Plastikteile für Flügel, Akkuhalter und obere Querlenker sind aus extrem flexiblen Kunststoff. Die unteren Querlenker aus einer Glasfaserplatte, die teilweise in Plastik eingegossen ist. Die Kugellager sind von sehr guter Qualität, extrem leichtlaufend. Ein Öldruckdämpfer aus Alu hinten und die zwei schrägstehenden Reibungsdämpfer vorne sorgen für die Beruhigung des Fahrwerks.
Im Baukasten ist ein 64dp 24T Ritzel aus Stahl enthalten. Mit dem 98T Stirnrad ergibt sich eine Übersetzung von 4,08:1. Glücklicherweise sind sehr gut haftende Gummireifen im Set. Moosgummi ist auf den meisten japanischen Strecken nicht erlaubt. Außerdem bin ich kein großer Fan von Moosgummi. Die Entscheidung von Cross für Gummi kommt mir also sehr entgegen.
Für die Hinterachse sind drei Sätze Lagerhalterungen für das Einstellen der Bodenfreiheit enthalten. 0,5, 1,0 und 1,5mm. 0mm ist schon verbaut. Vorne kann mit einer Madenschraube Droop eingestellt werden.

Cross Fire Force
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Tuning

Die Diffkugeln wurden durch 3mm Keramikkugeln ersetzt. Das Spiel der Vorderräder mit 1mm Alubeilegscheiben verringert. Die Stopmuttern kann man dann icht mehr bis zum Gewindeende der Achse aufschrauben. Man kann das Speil also durch die Stopmuttern einstellen.
Ein paar rote Alumuttern bringen etwas Farbe in's Spiel.
Da ich Lipos fahre, mußte der Akkuschacht angepasst werden. Die halbovalen Plastikteile für Stickpacks wurden entfernt. Der rechte Akkuhalter verkehrt herum montiert und die jetzt nach oben zeigende Nase abgeschnitten (auf dem Photo ist sie noch dran). Dann wurden beide Halter mit einer Mutter als Distanzhalter etwas tiefer montiert, damit der Lipo nach oben kaum Spiel hat (Photo unten rechts). Befestigt wird der Akku dann auf beiden Seiten mit Klebeband.

Cross Fire Force Cross Fire Force

Fahrbericht

Ich bin das Chassis auf dieser Strecke gefahren. Die Originalreifen aus dem Baukasten wurden verwendet. Weil ich wildes Übersteuern befürchtete, habe ich nur die Hinterreifen mit Bremsenreiniger behandelt. Das führte zu meinem Erstaunen zu Untersteuern. Also auch die Vorderreifen mit Bremsenreiniger getauft wurden, fuhr das Chassis mit leichtem Untersteuern und recht gutmütig über den Kurs. Die Vorderachse mit langem Federweg hielt das Chassis auch bei wilder Mitnahme der Curbs gut unter Kontrolle. Das Auto reagiert sehr direkt auf die Lenkung; ein Resultat des steifen Doppeldecks.
Das nächste Mal wird die optionale Vorderachseinheit verbaut und gefahren. Diese ist vom Aufbau mit Tamiya vergleichbar, hat aber einstellbaren Sturz.
Bevor die Temperaturen zu unwirtlich werden, bin ich das Chassis noch auf einer Außenstrecke gefahren. Piste der Wahl war Speedway Pal. Die oben erwähnte Vorderachse wurde verwendet. Es wurden weder Bremsenreiniger noch Griffmittel verwendet. Auch hier das gleiche Bild. Leichtes Untersteuern machen das Auto sehr gut fahrbar. Nach der Behandlung mit Reiniger vorne, verhielt sich das Auto neutral. Die optionale Achse wird wegen des geringeren Federweges etwas unruhiger als die originale; läßt sich aber auch agressiver fahren.
www.rc-race-and-drift-japan.com
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