ABC Hobby Goose
ABC Hobbys Goose ist ein echtes M-Chassis; d.h. der Radstand beträgt 210mm. Angetrieben werden nur die Hinterräder.Das Chassis kommt leider schon vormontiert. Eine sehr schöne Toyota Sports 800-Karosserie, Reifen und Felgen sind ebenfalls in der Schachtel.
Eine vollwertige japanische Bauanleitung für Chassis und Karosserie, Aufkleber und Fenstermasken für den Body, ABC-Katalog und Flyer liegen im Karton. Ausserdem Beutel mit Plastikteilen, Zahnräder, Werkzeug und sonstigem Kleinkram. Mittels einer Kompatibilitätsliste läßt sich sehen, welche ABC-Karosserien auf das Chassis passen. Der Motor befindet sich ja hinter der Hinterachse und die Karosserie muss entsprechend Platz bieten. Eine Streckenaufsicht erklärt die unterschiedlichen Ideallinien für 4WD, frontgetriebene und heckgetriebene Chassis.
Das Chassis ist ein klassisches Doppeldeck aus Glasfaser. Unten 2,5mm, oben 2,0mm dick. Die Akkuplatte ist ebenfalls 2,0mm dick. Auf ihr können Lipos und Side-by-side-Akkus mit Klebeband befestigt werden. Die Platte kann in Längsrichtung in drei verschiedenen Positionen angebracht werden um die Balance zu verändern. Der Einstellbereich ist 1cm. Alternativ können die Plastikhalterungen für Stickpacks angeschraubt werden. Bulkheads und Aufhängung sind aus Kunststoff. Die Dämpferbrücken aus 2mm Glasfaserplatten.
Alle Schrauben sind Gewindeschrauben, keine selbstschneidenden.
Bis auf die vier Lager in der Lenkung sind Kugellager verbaut. Die Lenkung läuft in Plastiklagern, die aber bei meinem nicht schlackerten oder klemmten.
Die Dämpferkörper sind transparent. Die Dämpferkappe ist zweiteilig. Der Teil mit dem Gewinde ist aus Alu. Die untere Dämpferkappe ist gesteckt, nicht geschraubt. Ich habe noch etwas Yokomo 400 Öl nachgefüllt. Ein recht weiches Diaphragma sorgt für den Volumenausgleich. Ein kleines Schaumstoffkissen für den Rebound ist nicht vorgesehen. Dies kann aber von anderen Dämpferherstellern verwendet werden.
Die Federn sind vorne wie hinten gleich. Die Härte entspricht etwa Yokomo gelb. Sie sind etwas härter als Tamiya gelb.
Die Dämpfer arbeiten einwandfrei und sehen gut aus. Mit beschichtetem Alu kann man natürlich ein besseres Ansprechverhalten und eine gleichmäßigere Abstimmung erzielen.
Für die Vorspannung liegen reichlich Steckringe bei. Fünf verschiedene Stärken (1mm, 2mm, 3mm, 4mm, 5mm) für jeden Dämpfer; von den zwei dünnsten jeweils zwei pro Dämpfer.
Das Diff ist konventionell aufgebaut. Zwölf Kugeln im Inneren des Diffrades, Feder und acht kleine Kugeln an der Einstellschraube. Die Diffausgänge sind aus Plastik, werden aber mit Aluringen am Aufspreizen gehindert. Ich habe die Baukasteneinstellung etwas gelockert.
Mit Exzenterscheiben, in denen das Diff gelagert ist, läßt sich die Riemenspannung einstellen.
Die Kardans bestehen nur aus drei Teilen. Radwelle, Knochen und Splint. Zylinder und Madenschraube entfallen. Der Splint wird durch ein Kugellager an seinem Platz gehalten.
Unter den jeweils vorderen Aufhängungsblöcken befinden sich zwei 0,5mm dicke Plastikstreifen, die den Bulkheads etwas Anti-Dive und Anti-Squat geben.
Die Aufhängung kommt ohne C-Hubs aus. Vorne sind oberer und unterer Querlenker mit Kugelköpfen mit dem Radträger verbunden. Hinten kommt unten natürlich ein Stahlstift durch Querlenker und Radträger. Der Sturz läßt sich mit Distanzscheiben im oberen Querlenker einstellen. Aus dem Baukasten heraus ist das Chassis mit 0° hinten und 1° Sturz vorne eingestellt.
Der Ausfederweg läßt sich mit Schraubenin den Querlenkern einstellen.
Ein 48dp 84T Stirnrad von Xenon liegt bei. Ebenso ein Ritzel mit 32T. Mit der zweiten Übersetzungsstufe von 1:2,0588 ergibt sich eine Gesamtübersetzung von 1:5,404.
Im Bild oben ist auch noch die Plastikhalterung für Stickakkus zu sehen.
Die Karosserie ist sehr gelungen. Wenn man allerdings einen Scalebody haben will, wird man nicht umhin kommen, Scheibenwischer, Spiegel und Nummerschild zu kaufen. Lightbuckets liegen in der für ABC-Hobby üblichen Lexanvariante bei.
Die Reifen taugen nicht viel. Sie bieten zwar viel Griff, haben wegen der fehlenden Gewebeeinlage aber nur ein sehr unpräzises Fahrverhalten und halten nicht lange. Die Felgen können ein oder zwei Schichten farbigen Lack vertragen.
Was es für Tuningteile geben wird, bzw. schon gibt ist auf der letzten Seite der Bauanleitung zu sehen.
Natürlich gibt es vieles in einer Variation aus Alu. Da wären Servohalter, Hubs, Knochen für Kardans in drei Längen, Aufhängungsbefestigung, Diffausgänge, Dämpfer, Halterung für oberen Querlenker und Diffgehäuse.
Ein Slipper soll noch kommen und natürlich gibt es alles, was aus Glasfaser ist auch in Karbon.
Ich für meinen Teil werde wohl zuerst in den Stabilisator (1,2, 1,4 und 1,6mm), die teflonbeschichteten Aufnahmen für die Kugelköpfe in den Radhaltern und die Aluhalter für die oberen Arme investieren.
Alle Aluteile sind in einem Grau-Blau eloxiert (Gunmetal).
Natürlich gibt es vieles in einer Variation aus Alu. Da wären Servohalter, Hubs, Knochen für Kardans in drei Längen, Aufhängungsbefestigung, Diffausgänge, Dämpfer, Halterung für oberen Querlenker und Diffgehäuse.
Ein Slipper soll noch kommen und natürlich gibt es alles, was aus Glasfaser ist auch in Karbon.
Ich für meinen Teil werde wohl zuerst in den Stabilisator (1,2, 1,4 und 1,6mm), die teflonbeschichteten Aufnahmen für die Kugelköpfe in den Radhaltern und die Aluhalter für die oberen Arme investieren.
Alle Aluteile sind in einem Grau-Blau eloxiert (Gunmetal).

In meinem Goose wurden beim Zusammenbau 0,25mm Shims in die Hingepins der oberen Querlenker eingesteckt. Da war mir zu viel Spiel. Außerdem habe ich Kugellager in die Lenkung gebaut. Reifen und Felgen wurden gegen welche von Cross getauscht. Da ich mir für den originalen Body mehr Mühe geben will, wurde erstmal ein Celica von Atlas über das Chassis gestülpt. Der ist schön häßlich, hat aber Flair.
ABC schlägt vor den ESC auf dem Oberdeck vor der hinteren Dämpferbrücke und den Empfänger ebenfalls oben, über dem Servo zu montieren. Ich mag den hohen Schwerpunkt nicht. Da ich einen Low-Profile Servo verbaut habe, habe ich rechts daneben genug Platz für den ESC. Der Empfänger musste dann allerdings doch nach oben.
Vor der ersten Fahrt auf meiner Stammstrecke Yellow Submarine hatte ich so meine Zweifel, ob der Tag spaßig wird. 4WD kriegt man ja immer irgendwie um die Strecke geprügelt. Bei Hecktrieblern mit Gummireifen sieht das anders aus. Das Setup war wie im Baukasten. Ich hatte eine Bodenfreiheit von 5,5mm vorne und hinten eingestellt. Als Reifen kamen Cross 28 zum Einsatz. Kein Griffmittel. Der Motor ist ein kleiner 2835 Innenläufer (28mm Durchmesser, 35mm lang) mit 5100kV zum Einsatz. Als ESC ein 30A von SAE, der noch einen Lüfter spendiert bekommen hat. Mir war am Anfang etwas Bange bei der Kombination. Dachte der ESC wuerde abrauchen. Warum diese Kombo? Ich mag keine fetten Motoren in M-Chassis und ich hatte die Kombo noch rumfliegen und wollte nichts Neues kaufen. Der leichte Motor und Lipo-Akku haben auch den Vorteil, daß ich keine zusätzlichen Gewichte an der Vorderachse einbauen mußte, wie man es sonst täte um genug Druck auf die Vorderachse zu bekommen.
Bei der Übersetzung habe ich wild auf ein 23T Ritzel (gesamt: 7,52:1) getippt.
An dem Tag war es ca 32° heiß. Mit obigen Setup und meiner Celica in Farbkombi von Kamei ging es auf die Strecke. Beim Beschleunigen kein Dreher; schonmal sehr gut. In engen Kurven auch sehr spurteu und stabil. Einzig in der langgezogenen Kurve nach der geraden kam das Heck immer rum. Daraufhin wurde Griffmittel hinten aufgelegt. Jetzt ging die Sache ohne Dreher. Nach einigen Runden wurden die Reifen so warm, daß das Chassi zu Highsidern neigte. Ich habe dann vorne 36er Cross Reifen aufgezogen. Damit war die Highsidergefahr gebannt, aber das Chassis war auch nicht mehr so kurvengierig. Da ich keine anderen Federn dabei hatte und den Stabi noch nicht habe (beides verwende ich bei M-Chassis um Highsider zu vermeiden) , habe ich es erstmal bei den harten Reifen gelassen.
Das Tempo war sehr flott, aber noch kontrolliert zu fahren. Das Chassi kann sicher noch mehr vertragen, aber mir reichte es so. Motor wurde gut warm, aber nicht kritisch (es war auch sehr heiß in der Halle). ESC blieb handwarm.
Ein Volltreffer also! Das Chassis macht richtig Spaß. Ich hatte kaum Problem ein sehr flottes Setup zu finden. Gebrochen ist nichts. Es gab aber auch keine harten Einschläge, nur einige Highsider bei sehr hohem Tempo.
Was bleibt zu tun? Das Diff sifft das Fett recht großzügig raus. Ich werde es wohl mit Aufkleber abdichten. Keramikkugeln sind sicher keine falsche Idee. Am Dämpfersetup werde ich noch etwas feilen müßen. Gewindedämpfer wären sinnvoll. Ich hatte beim Beschleunigen öfter mal Aufsetzer. Das gab schöne Funken, was mit der Celica Turbo Gruppe 5 Karo sehr gut aussah. Oldstyle Racing eben. Vorne will ich noch einen Schaumstofframmer anbringen. Der unterstützt die recht lange Karo und schützt das Chassis.
Setup und andere Veränderungen kann man hier lesen.