Yokomo MR4TC BD LCG
Yokomo MR4TC SD LCG Yokomos MR4TC BD LCG ist bei mir seit einem Jahr im Einsatz. Zeit also für eine kleine Bestandsaufnahme.
Der Antrieb des Tourenwagens geschieht über eine Welle (shaft drive, das "SD" im Name). Yokomo hat außerdem den Schwerpunkt im Verlgleich zum Vogänger tiefer legen können (LCG = low center gravity). Die einzigen Plastikteile befinden sich in der Aufhängung, der Rest ist in Kohlefaser und blauem Alu gehalten.
Bei den Einstellmöglichkeiten geht Yokomo denn goldenen Mittelweg. Alles was wichtig ist läßt sich schnell und präzise einstellen. Auf die extremen Tuningparameter manch anderer Hersteller verzichtet Yokomo. Das hat den Vorteil, daß man sein Setup nicht total versauen kann. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Das Chassis bietet alles, um es auf jede Strecke abstimmen zu können. Das Fahrzeug reagiert prompt auf die getätigten Veränderungen in der Abstimmung. Dicker Pluspunkt also für das Setup.
Der Antrieb läuft recht verschleißarm. Die Kegelräder sind mit Staubkappen (die als Extratuningteile in meinem Set enthalten waren) vor Steinchen geschützt. Wenn sich doch mal ein Stein zwischen die Zahnräder verirren sollte. drückt er sich meist recht tief in das Plastik. Die Zahnräder waren dann auch das Ersatzteil, das ich am häufigsten gewechselt habe (drei mal in der Saison). Die Kardans und Diffmitnehmer sind mittlerweile leicht ausgeschlagen. Allerdings war das Fahrzeug im Dauereinsatz. Ihre Haltbarkeit darf also auch mit sehr gut bewertet werden. Yokomos Ersatzteile sind außerdem recht günstig. Der Unterhalt des Fahrzeuges kommt also nicht allzu teuer.
Mit den Dämpfern gab es keine Probleme. Sie halten dicht und laufen weich.
Den einzigen "größeren" Schaden, den ich hatte, war ein gebrochener Lenkhebel. Allerding nach einem sehr harten Einschlag in die Metallbanden von Yusawaya. Dies ist eine Rennstrecke, die mit Fehlern nicht sehr barmherzig ist. Der Yokomo hat bisher alles sehr glimpflich überstanden.
Kritikpunkte gibt es bei der Akkuhalterung. Wenn man seitlich hart einschlägt, kann es passieren, daß der Akku unter der Halteplatte durchrutscht und dann faul aus dem Auto hängt. Ist klar, daß mir das grundsätzlich nur mit schönen, glänzenden, frisch gelöteten Akkus passiert ist. Ich bin deswegen mittlerweile auf Tape als Akkuhalterung umgestiegen. Spart auch noch etwas Gewicht und ich muß keinen zerkratzten Zellen mehr hinterherheulen.
Wer Yokomoanleitungen kennt, weiß, daß sie nicht unbedingt die ausführlichsten sind. Für erfahrene Modellbauer stellt das kein Problem dar. Anfänger könnten sich aber schon des öfteren vor den Kopf gestossen fühlen.
Wer einen Kauf plant, sollte außerdem darauf achten, eine Packung zu ergattern, die als Extra die Staubkappen und 3700er Zap-2 Akkuzellen enthält.
Weitere Photos sind hier zu finden.

Empfehlung

Wer ein problemloses, schnelles Chassis sucht, ist mit dem Yokomo SD bestens bedient. Ich kann es vorbehaltslos jedem empfehlen, der schon etwas Erfahrung im Bau und in der Abstimmung mit Tourenwagen hat.
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