RC-Japan

T.O.P. Racing - Sabre

Frontgetriebene Chassis sind seit dem Erscheinen des FF03 von Tamiya wieder sehr beliebt in Japan. Sie sind schnell, einfach einzustellen und günstig im Unterhalt. Und es macht verdammt viel Spaß mit ihnen zu fahren.
T.O.P. Racings FWD-Chassis heißt Sabre. Die Form des hinteren Bulkheads und eine Liste auf der Verpackung deuten an, daß auf dieser Plattform auch ein heckgetriebenes und ein 4WD-Chassis erscheinen sollen. Außerdem M-Chassis als FWD, RWD und 4WD.
Ein FWD benötigt nicht viele Teile; der Bau ging zügig und ohne Probleme vonstatten. Die Anleitung ist in japanisch und englisch.

Sabre
TOP Sabre
TOP Sabre

Ein Kugeldifferential mit Plastikausgängen wird verwendet. Aluminiumringe hindern die Ausgänge am Aufspreizen unter Last und hoher Drehzahl.Im Diff sind zwölf 2,4mm Kugeln verbaut. Das Einstellager ist einteilig; gut für noch nicht so erfahrene Modellbauer. Gegenüber des Lagers sorgt eine Feder für den nötigen Druck. Ein sehr konventionelles Diff.
Das Diff funktioniert gut, aber nicht ganz so weich wie das des Photon aus dem gleichen Haus. Das Diff des Photon ist auch besser gegen Dreck geschützt.
Ich habe das Diff etwas fester angezogen als es in der Anleitung empfohlen wird.
Schwarzes und weißes Fett sind nicht im Kit enthalten.

TOP Sabre
TOP Sabre

Zu sehen ist der hintere Bulkhead auf der 3mm starken Karbonplatte. Die Halterung für Stabilisatoren ist bereits eingebaut. Man erkennt gut die Aufnahme für den Exzenter am Bulkhead. Das gleiche Teil scheint auch für die Verwendung in einem Riemenchassis geplant.

TOP Sabre

Es folgen die Zahnräder. Der Sabre verwendet zwei Zahnradeinheiten plus das Diffrad. Das Spurgear ist Modul 0,6 und hat 37 Zähne. Es ist mit einem Zahnrad mit 21 Zähnen verbunden. Diese Einheit greift in die nächste Stufe mit 27 und 16 Zähnen. Der Teil, der in das Diffrad (39 Zähne) greift, hat ein größeres Modul als 0,6. Die zweite Übersetzungsstufe hat ein Verhältnis von 3,13:1.

TOP Sabre
TOP Sabre

Die Lenkungsansteuerung sitzt auf dem vorderen Bulkhead. Für die Einstellung der Ackermanngeometrie sind drei Positionen vorgesehen. Die drei Bohrungen sind sehr eng beieinander; man muß aufpassen, den feinen Karbongrat nicht zu zerstören, wenn man die Schraube anzieht.
In der Anleitung wird empfohlen zwei Beilegscheiben oben und eine unten zu verwenden. Das hat recht viel Spiel. Ich verwende je zwei oben und unten.

TOP Sabre
TOP Sabre

Die Zahnräder finden ihren Platz im Bulkhead. Im Plastikbeutel für diesen Bauschritt liegen etliche Beilegscheiben. Ich verwendete keine davon bei den Zahnrädern. In der Anleitung ist die Schraube, die die erste Zahnradeinheit am Bulkhead befestigt, nicht bezeichnet. Sie war auch nicht im Kit enthalten. Dieser Fehler soll bei der nächsten Lieferung des Kits beseitigt sein.

TOP Sabre

Die Kardans haben die gleiche Qualität wie die des Photon. Der Stift, der Knochen und Welle verbindet, ist abgeflacht. Die Madenschraube findet so sicheren Halt. Der Knochen ist aus Alu. Sieht gut aus, dürfte aber nicht sonderlich lange dauern, bis er verbogen ist. Eines der ersten Teile, die ich auswechseln werde.

TOP Sabre
TOP Sabre

Die Löcher in den Lenkarmen habe ich auf 3mm aufgebohrt. Hier wird eine Schraube durchgesteckt, die auf der anderen Seite in einem Spacer mit Gewinde gekontert wird. Die Madenschrauben, die oben in diesen Spacer geschraubt werden, habe ich mit Schraubensicherung befestigt. Das soll sie fixieren, wenn ich den Kugelkopf, der auf ihnen sitzt, löse.
Stahleinsätze zwischen Lenkarm und C-Hub machen die Lenkung leichtgängig.
Die unteren Querlenker haben die gleiche hohe Qualität wie die des Photon. Ich habe noch nie einen tauschen müßen.

TOP Sabre

Die hintere Achse ist beim FWD einfach: eine Stahlachse und ein paar Spacer. Die Räder werden rundum an mit Schrauben geklemmten Sechskanten aus Alu befestigt.
Die unteren Querlenker können gedreht werden. Damit ergeben sich drei Positionen für die untere Befestigung des Dämpfers. Das innerste und äußerste Loch sind auf der einen Seite, das mittlere auf der anderen.

TOP Sabre
TOP Sabre

Die Querlenker haben die übliche Madenschraube um den Ausfederweg einzugrenzen.
Vorne sind Querlenkerhalter mit 0° vorgesehen; hinten 2.5° toe-in.
Der Radstand kann mit Distanzstücken eingestellt werden. Maximal sind jeweils 3mm vorne und hinten möglich.

Die Kugelpfannen in die Gewindestangen zu drehen war recht schwer. Ich habe den ersten Millimeter mit einem 3mm Bohrer aufgeweitet, um etwas Führung zu bekommen. Die Pfannen passen gut auf die Kugelköpfe. Nicht zu viel Spiel, nicht zu wenig.
Die oberen Querlenker können an drei Positionen am Bulkhead befestigt werden. Auch hier sollte man Schraubensicherung für die Madenschrauben im Bulkhead verwenden. Der hintere Radträger hat zwei mögliche Positionen. Vorne ist es nicht variabel.
Für die Lenkstangen stehen zwei Bohrungen am Lenkhebel zur Auswahl.

TOP Sabre
TOP Sabre

Die Dämpfer sind die gleichen wie am Photon: Ein Alugehäuse mit Gewinde und ein O-Ring am unteren Ende. Vier verschiedene Sets an Kolbenplatten liegen bei: mit zwei und drei Löchern, jeweils mit 1,0mm und 1,2mm Bohrungen.
Die Federn für vorne haben sechs Windungen (344gf/mm, 19.2lb/in) und die für hinten 6,5 (306gf/mm, 17.1lb/in). Der Drahtquerschnitt ist 1.5mm.
Hinten stehen für die Dämpfer sieben obere Befestigungspunkte zur Wahl, vorne sechs. Unten -wie schon erwähnt- drei, wenn man den Querlenker dreht.

TOP Sabre
TOP Sabre
TOP Sabre

Das fertige Chassis mit Stoßfänger, Karosseriehaltern und Akkufach. Letzterer hat eine Schale für die Aufnahme von Balancegewichten.
Die Servohalter gibt es auch niedriger für Low-Profile-Servos. Bei meinem Standardservo waren die Halter etwas zu niedrig. Ich mußte 2,5mm-Spacer verwenden.

Es machte Spaß das Chassis zu bauen. Alles passte sehr gut und kein Teil bereitete größere Probleme. Weitere Infos wird es im "My Rides"-Bereich geben

Der Sabre ist bei R&D Japan erhältlich.