Yokomo Brushless Pro, Zero R-Series Motor 7,5T

Es sollte endlich ein neues Brushless(BL)-System für den Tourenwagen her. Acht Wochen lang habe ich ein halbes Dutzend verschiedene System probiert. In die engere Wahl kamen das System von Keyence (Motor: Luxon, ESC: Tachyon) und das von Yokomo.
Das Keyence-System war erste Wahl, aber der Preis dann letztlich doch zu hoch; obwohl er angemessen ist. Also bin ich seit zwei Wochen mit dem 7,5T R-Series Motor und Brushless ESC Pro von Yokomo unterwegs und bereue es nicht.
Leistungsdaten auf dem Papier interessieren mich nicht. Ich "messe" die Effizienz an der Fahrdauer bei entsprechenden Rundenzeiten. Wie sich ein System auf meinen Strecken anfühlt ist mir wichtiger als die Wattangaben aus einem Motortester.

Yokomo Brushless ESC Pro

Die Einstellmöglichkeiten am Regler sind die, die ich brauche. Die übliche Dinge wie Akkutyp (LiPo, LiFe, NiMH), Abschaltspannung (auto, 3V-6V in 0,5V Schritten) und Rückwärst an/aus sind natürlich vorhanden. Außerdem drei Einstellungen für den Verlauf der Gaskurve (soft, linear, hard), Powerprogramm (5 Stufen), Startpower (5 Stufen), Strombegrenzung beim Start (10A-100A), Strombegrenzung allgemein (10A-100A), Verzögerung bis die Rückwärtsfunktion aktiviert wird (0,5s, 1,3s, 2,5s, so diese eingeschaltet ist), Breite des Neutralbereiches (3 Stufen), automatische Bremse (im Neutralbereich, 0%-50% in 5%-Schritten), minimale Bremse (0%-50% in 5%-Schritten) und maximale Bremse (0%-50% in 5%-Schritten).
Man kann das alles mit der Fernsteuerung programmieren. Komfortabler geht es mit einem zusätzlich erhältlichem Programmer. Der Regler ist wertig verarbeitet.
Man sollte aber genug Platz im Chassis haben. Die Kondensatoren sind an einem recht kurzen Kabel und müßen direkt neben dem ESC angebracht werden, wenn man das Kabel nicht wechselt/verlängert.

Yokomo Brushless ESC Pro Yokomo Brushless ESC Pro Yokomo Brushless ESC Pro


Yokomo Zero R-Series Der Motor kann leicht mit einem Torx 8 geöffnet werden. Der Zero R-Series-Rotor ist gewuchtet. Er hat einen Durchmesser von 13,5mm. Die Rotoren der normalen Zero-Serie habe einen Durchmesser von 12,3mm. Zu beachten ist, daß diese Motoren bei gleicher Wicklungszahl wesentlich höher drehen, aber auch kürzer übersetzt werden müßen als die drehmomentstärkeren Motoren der R-Serie. Den Motoren liegt ein Blatt mit Übersetzungsempfehlungen bei. Er wurde mit einem Ritzel gemäß der beiligenden Übersetzungsempfehlung ausgestattet. In einer sehr heißen Halle (38°C) waren Regler und ESC nach 7 Minuten Renntempo noch ohne Schmerzen anfassbar. Auf beiden waren Ventilatoren montiert. Bei kühlerem Wetter kann man den Motor sicher noch ein oder zwei Ritzelzähne länger übersetzen.

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